Über uns

Das Weingut Heinrichshof aus Zeltingen an der Mittelmosel – Tradition und perfekt beherrschtes Handwerk sorgen für charakterstarke Weine aus Spitzenlagen

Ein naturschonender Umgang mit den Ressourcen ist das Prinzip des integrierten, nachhaltigen Weinbaus, den sich das Weingut Heinrichshof auf die Fahnen geschrieben hat. Die aufwändige und sorgsame Arbeit im Weinberg über das gesamte Jahr lässt die Trauben in den Lagen rund um die Mittelmosel-Gemeinde Zeltingen gesund heranreifen. Gelesen wird jeder Weinberg selektiv – wobei im Vorfeld schon festgelegt wird, welcher Wein konkret hieraus entstehen soll – oftmals per Hand und zum jeweils optimalen Reifezeitpunkt. Im Keller setzen die Brüder Peter und Ulrich Griebeler, die 2014 den elterlichen Betrieb übernahmen, auf die traditionelle Weinbereitung in Holzfässern. Um den unterschiedlichen Charakter der heute über acht Hektar umfassenden Weinberge individuell zu begleiten und zu erhalten, dürfen ein Großteil der gekelterten Weine während ihres Entstehungsprozesses die Spontangärung durchlaufen – auch dies unterstreicht das Geschick der Macher, Natur und handwerkliches Können perfekt zu verbinden.

Peter Griebeler hat nach seiner Winzerlehre – unter anderem bei Fritz Haag, M.F. Richter und Schlossgut Diel – zunächst Weinbau studiert und anschließend bei renommierten Kellereien im In- und Ausland gearbeitet. Sein Bruder Ulrich schloss der Winzerlehre, die er unter anderem bei Müller-Catoir absolvierte, eine Ausbildung zum Weinbautechniker an und verdiente sich erste Sporen beim Weingut Hofstätter in Südtirol. Auf diese Weise perfekt vorbereitet und durch viele Arbeitsaufenthalte bei internationalen Weingütern mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, entschlossen sich Peter und Ulrich, den von Großvater Heinrich 1969 ausgesiedelten Betrieb fortzuführen und unter Qualitätsgesichtspunkten konsequent weiter nach vorn zu bringen.

Ihre Weinberge liegen in den Zeltinger Lagen Sonnenuhr, Schlossberg und Himmelreich. Hier dominiert der Riesling mit vier Fünftel der Fläche; in den vergangenen Jahren wurde Weissburgunder neu ins Repertoire aufgenommen, der auf der roten Schiene vom Spätburgunder ergänzt wird. Zudem bietet der Heinrichshof mit Sauvignon Blanc und Chardonnay weitere Premium-Weine an, die auch an der Mosel aufs Feinste gedeihen. Im altehrwürdigen Gutskeller werden die Weine kühl sowie langsam vergoren und bleiben dabei stets bis zur Abfüllung – unverschnitten und auf ihrem feinen Hefelager – im jeweils eigenen 1000-Liter-Fuderfass. Derzeit werden jene Fässer, die seit den 1970er Jahren die Heinrichshof-Weine prägen, nach und nach durch 500-Liter-Tonneaus von Top-Küfern aus dem französischen Burgund ersetzt. Auch dies ein Zeichen dafür, dass man an der Chur-Kölner-Straße in Zeltingen kontinuierlich auf Qualität setzt.

Die Basis der Heinrichshof-Weine machen neben den erwähnten Weissburgunder, Sauvignon Blanc und Spätburgunder der ebenfalls trockene Riesling aus, der von Parzelle „Römische Kapelle“ stammt. Sie alle zeigen sich von ihrer sortentypischen Seite, die zugleich vom Moselklima und den Schieferböden weitere spannende Facetten erhalten und eine angenehmen Säure sowie nicht zu viel Alkohol besitzen. Ihnen steht der „Herbe Heinrich“ – als Hommage an den Großvater der Winzerbrüder und Namensgeber des Weingutes – als feinherbes Pendant zur Seite.

Die vier wiederum trockenen Spitzen-Rieslinge sind einzigartige Solisten: Der „Schlossberg“ reifte besonders lang auf der Hefe, er besitzt viel Schmelz und hat eine zupackende Art. Beim „Tonneau“ ist der Ausbau in diesem Holzfass durch eine zusätzliche Würze erkennbar – und auch der „Zulast“ kann seine Kinderstube an dieser Stelle nicht verbergen, hat er doch ein komplettes Jahr auf der Vollhefe verbracht. Komplex und kraftvoll ist der „Rotlay“ aus der Lage Sonnenuhr, der sich mit viel Schiefermineralität und gelben Aromen präsentiert. Die trockene weiße Spitze wird durch einen Weißburgunder „Reserve“ abgerundet, der ebenfalls zwölf Monate auf der Vollhefe reifte.

Der feinherbe sowie frucht- und restsüße Bereich startet mit den überaus geschätzten, moseltypischen Kabinett-Weinen, die ein wundbares Süße-Säure-Spiel am Gaumen erzeugen. Die Spät- und Auslesen wiederum sind rassig, duften nach Kräutern, Zitrus und frischem Steinobst. Auf der Beletage des Heinrichshofs finden sich dann sehr klare, überaus elegante Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, die Cremigkeit und Süße mit enormer Würze in famosen Einklang bringen.